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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung - Mais und Wachstumsregler

Auswirkungen der kühlen Witterung auf den Mais

Nach einer Phase mit warmer Witterung von Ende März bis Ostern sind die Temperaturen mittlerweile wieder deutlich gefallen. Dies brachte bereits einige verlockende Bedingungen zur Bestellung und Aussaat der Maisflächen mit sich. Die Frostnächte der letzten Woche führten zu einer erheblichen Abkühlung der Böden. Teilweise hielten die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt über mehrere Stunden an. Somit wurden auflaufende Bestände verzögert und die oberen Zentimeter des Bodens kühlten stark aus. Der Wetterprognose für die nächsten Tage zufolge ist noch nicht mit deutlich steigenden Temperaturen zu rechnen.

Zum Keimen benötigt der Mais eine Bodentemperatur von mindestens 8 °C. Dieser Wert wird aufgrund der Witterung nicht erreicht. Bestände, die erst vor kurzem gesät wurden und noch nicht gekeimt haben, werden noch in der Keimruhe verbleiben bis die Bodentemperaturen wieder über 8 °C steigen. Allerdings wird unter feuchten Bodenbedingungen das Saatkorn bereits Quellen. Sollte die kühle Witterung länger anhalten, kann die Triebkraft und Keimfähigkeit des Saatgutes negativ beeinflusst werden. Somit ist unter Umständen mit einem verminderten Feldaufgang zu rechnen.

Sollte das Maissaatgut bereits gekeimt haben, besteht die Gefahr, dass sich die Keimlinge verdrehen. Der Keimling wächst der Wärme entgegen. Wenn die Temperaturen im Boden höher sind als an der Bodenoberfläche, entwickelt sich dieser nach unten anstatt nach oben. Bei steigenden Temperaturen, kehrt sich dieses Phänomen wieder um und der Keimling wächst wieder in die richtige Richtung. Weil aber der Keimling zum Auflaufen auf die Reserven aus dem Maiskorn angewiesen ist, kann es sein, dass die Triebkraft nicht mehr ausreicht um die Bodenoberfläche zu durchstoßen. Betroffene Flächen sollten daher genau beobachtet werden, wenn die Temperaturen wieder steigen.

Aktuelle Bodentemperaturen können hier abgerufen werden.

 

Wachstumsreglereinsatz bei Wintergerste und Roggen

Verpassen Sie nicht die Termine für einen effektiven Einsatz von Wachstumsreglern. Bedingt durch die kalten Temperaturen war der termingerechte Einsatz bei den frühen Winterungen wie Wintergerste und Roggen nicht immer möglich. Vor allem in Beständen, die vor Ostern EC 31/32 noch nicht erreicht hatten, bot sich kein optimaler Witterungsabschnitt für einen optimalen Einsatz. Mit der Erwärmung wird sich die Entwicklung jedoch stark beschleunigen. Bis EC 37 kann noch effektiv eingekürzt werden, spätere Termine zum Grannenspitzen bringen in lagergefährdeten Beständen nur noch einen unzureichenden Effekt auf die Pflanzenlänge. Wo noch Wachstumsreglermaßnahmen in wüchsigen Wintergetreidebeständen nötig sind, können diese nach Abklingen der Nachtfröste mit der angekündigten Erwärmung erfolgen.

 

 

 

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Aktuelles aus der Erzeugerringberatung - Wachstumsregler bei gut entwickelten Wintergetreide im 1 – 2 Knoten-Stadium nicht versäumen

 

Wintergetreide befindet sich momentan im Stadium Schossen. In den nächsten Tagen erreichen die meisten Bestände das ein- bzw. zwei Knotenstadium (BBCH 31-32). Wachstumsregler zu diesem Termin eingesetzt, bringen eine gute halmstabilisierende Wirkung, da die beiden unteren Internodien eingekürzt werden. Die vorhergesagten Temperaturen von maximal 8 – 14° C sind für einen guten Behandlungserfolg der meisten Wachstumsregler etwas zu niedrig. Nutzen Sie deshalb für die Anwendung nach Möglichkeit sonnige Stunden. In Wintergerste wird als erste Maßnahme der Einsatz von Prodax, Medax Top oder ein Trinexapac Produkt wie z.B.: Moddus, Calma, Countdown usw. empfohlen. Ab BBCH 39 (Fahnenblatt voll entwickelt) bis BBCH 49 (Grannenspitzen) kann bei Bedarf ein ethephonhaltiger Wachstumsregler wie z. B. Camposan Extra oder Cerone nachgelegt werden. In mastigen Winterweizenbeständen, in denen CCC vorgelegt wurde kann während des ein- bis zwei Knoten-Stadiums Prodax, Medax Top, oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) folgen. Fehlt die Vorbehandlung, so können die genannten Wachstumsregler zusammen mit CCC als Tankmischung im BBCH 31 eingesetzt werden. In Winterroggen mit einer guten Nährstoff- und Wasserversorgung sollte im BBCH 31-32 ein Prodax oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) alleine oder in Kombination mit CCC eingesetzt werden. In Wintertriticale können im BBCH 31 mit CCC bzw. Prodax, Medax Top, oder Trinexapac (Moddus, Calma, Countdown usw.) die unteren Internodien eingekürzt werden. Arten- und Sortenspezifische Aufwandmengen von Wachstumsreglern können im Grünen Versuchsheft nachgelesen werden.

Aktuelles aus der Erzeugerringberatung

 

 

Mittlerweile hat das Wachstum auf den meisten Flächen deutlich eingesetzt. Lediglich die kalten Nächte haben die Kulturen noch etwas eingebremst.

Auf Standorten, auf denen Unkräuter und Ungräser aufgelaufen sind sollten die geeigneten Tage dieser Woche genutzt werden. Es gilt jedoch den Wind zu beachten und gerade bei Anwendungen mit Atlantis ist eine ausrechende Luftfeuchtigkeit (mind. 60 %) wichtig. In der Regel ist diese morgens und abends höher als über Mittag.

Auf spät gesäten Standorten, die noch nicht so weit entwickelt sind und auf denen noch kaum Ungräser und Unkräuter zu finden sind, sollte mit dem Herbizideinsatz bis Mitte bzw. Ende der Bestockung abgewartet werden.

Den Raps gilt es zu kontrollieren, denn in dieser Woche wird der letzte Termin für eine Nachbehandlung gegen Kamille, Klette, Kornblume und evtl. Distel erreicht sein. Wenn die Knospen frei liegen kann es zu Schäden an der Kultur kommen. Wurde im Herbst schon Runway auf der Fläche eingesetzt kann aufgrund der Auflage NG 350 kein Effigo, Lontrel oder anderes Clopyralid-haltiges Mittel mehr eingesetzt werden. Ist noch Ackerfuchsschwanz vorhanden, sollte dieser auf resistenzgefährdeten Standorten vorzugsweise mit 1,5-2,0 l/ha Focus Ultra + 1,5-2,0 l/ha Dash (Focus Aktiv Pack) beseitigt werden.

Der Zuflug an Stängelrüssler wird diese Woche zum Abschluss kommen.

Eigene Gelbschalen im Bestand liefern die besten Aussagen über die Situation vor Ort. Die Fangzahlen schwankten auch dieses Jahr wieder sehr stark in den Regionen. Bitte achten Sie darauf, diese mit einem engmaschigen Gitter abzudecken (max. 8 x 8 mm). Die Bekämpfungsschwelle liegt bei 10 – 15 gefangenen Käfern in 3 Tagen.

Gute Bedingungen für eine Behandlung zeichnen sich für den Freitag 31.3. ab. Wird weiter abgewartet, kann der früh zugeflogene Stängelrüssler nicht mehr mit erfasst werden. Da meist auch schon Glanzkäfer unterwegs sind ist Trebon 30 EC (B2) das Mittel der Wahl.

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Die neue Webseite der pflanzlichen Erzeugerringe Mittelfranken

Verehrte Mitglieder, Gäste und Kunden der mittelfränkischen Erzeugerringe.

Herzlich willkommen bei unserem neuen Internetauftritt.

Wir möchten mit diesen Seiten dazu beitragen, dass Sie sich schnell und umfassend zu allen Bereichen des Pflanzenbaus informieren können.

Ergänzend zu unserem bewährten schriftlichen Informationsangebot (Rundschreiben, Beratungsfax/-Email), der telefonischen Beratung (Pflanzenbauhotline, ER-Direkt) und der persönlichen Betriebsberatung vor Ort, können Sie über unsere Homepage noch mal gesammelt alle Informationen abrufen.

Darüber hinaus enthält unser Webauftritt auch Aktuelles und Neuigkeiten rund um den Pflanzenbau und wir informieren Sie über unser Dienstleistungsangebot und unsere Arbeit beim Erzeugerring. So finden Sie auch zahlreiche Angebote, die Ihnen helfen sollen, Ihre Betriebsführung zu optimieren. Diese Webseite kann natürlich nicht den persönlichen Beratungskontakt ersetzen, darum finden Sie hier auch alle Information und Kontaktdaten unserer mittelfränkischen und bayerischen Ansprechpartner.

Wir werden die Inhalte unserer Webseiten auf den neuesten Stand halten und unseren Service für Sie ausbauen. Für Ihre Anregungen sind wir jederzeit erreichbar.
Und nun viel Spaß auf unseren Seiten, mit einem herzlichen Gruß.
 
Ingo Treiber                              
1. Vorsitzender ER lw. Pflanzl. Qualitätsprodukte Mfr. e.V.                           

Andreas Heyder                            
1. Vorsitzender ER f. Saat- u. Pflanzgut Mfr. e.V.

Heiko Bernreuther
1. Vorsitzender ER f. Qualitätskartoffeln Mfr. e.V.

Jürgen Reingruber
ER - Geschäftsführer